Bericht Oktoberfestfahrt 2019

Am 20. September war es mal wieder so weit. Kurz vor 6 Uhr trafen sich 20 IPA-Freunde und Freunde der IPA Vbst Rendsburg-Eckernförde am Rendsburger Bahnhof, um die Reise gen München anzutreten. In Neumünster war die Reisegruppe mit 23 Teilnehmern schließlich vollzählig.

Wir hatten in diesem Jahr erstmals einen längeren Aufenthalt in Hamburg eingeplant, da dort in der Vergangenheit regelmäßig der Anschlusszug verpasst wurde. Natürlich war die Bahn ausnahmsweise pünktlich in Hamburg, sodass wir schließlich „good in time“ unser Ziel erreichten.

Mit Sack und Pack ging es wegen einer Baustelle am Hauptbahnhof im Untergeschoss einmal rundherum. So kann man Fernbahnhöfe auch kennenlernen.

Nach Erreichen unserer Stammunterkunft waren die Zimmer schnell verteilt und einzelne Gruppen machten sich auf den Weg in die Stadt, um sich entweder noch schnell eine Lederhose oder sonstige Kleidung zu kaufen, oder einfach nur die Stadt zu erkunden, etwas zu essen bzw. zu trinken.

Am späteren Abend traf sich das Volk noch einmal beim „Alten Wirt“, wo man in gemütlicher Runde den Tag revuepassieren ließ.

Samstag fuhren wir zunächst zum Sendlinger Tor. Bei Sonnenschein startete von dort der Festumzug der Wiesn-Wirte Richtung Theresienwiese. Dieses Schauspiel ist wirklich sehr beeindruckend. Jedes Festzelt verfügt über einige prächtig geschmückte Wagen, welche jeweils von 4-6 Pferden gezogen werden. Darüber hinaus wurden die einzelnen Gruppen von eigenen Musikkapellen mit typisch bayrischer Musik begleitet.

Anschließend ging es für fast alle zunächst raus zum Kloster Andechs. Da das Wetter mitspielte, konnten wir sehr gut im großen Innenhof sitzen. Einige von uns besichtigten noch die Klosterkapelle. Später fuhr die Gruppe dann zum Chinesischen Turm, wo wir auf die „Daheimgebliebenen“ trafen.

In den vergangenen Jahren war am Samstagabend stets der Jodler-Wirt fest in IPA-Hand. Leider musste dieses Lokal einem Goldankäufer weichen. Vermutlich sind solche Händler bereit, eine höhere Miete zu zahlen. Die Wirtin vom Jodler-Wirt hat zwischenzeitlich ein Lokal am Sendlinger Tor eröffnet. Hier mussten wir aber feststellen, dass überhaupt keine Stimmung aufkommen kann. Die einhellige Meinung der Gruppe lautete daher – einmal und nie wieder. So endete auch der Samstag für viele in der Nähe unserer Unterkunft im Alten Wirt oder beim Italiener.

Sonntag war wieder unser „Kampftag“ auf der Wiesn. Alle hatten sich bis 12 Uhr an unserer Boxe im Löwenbräu-Festzelt eingefunden, damit die Plätze sicher sind. Einmal Flagge gezeigt, begab sich ein Großteil der Reisegruppe vor das Zelt, um sich den großen Festumzug anzusehen. Hier marschiert alles mit, was Beine hat – Trachtengruppen, Schützenvereine, Blaskapellen…

In den letzten Jahren haben wir aufgrund einer kleiner gewordenen Gruppe immer wieder Plätze eingebüßt und im Folgejahr nicht mehr bekommen. Getreu dem Motto: Weggegangen, Platz vergangen. In diesem Jahr war dann eine komplette Gruppe unseres Nachbartisches nicht erschienen. Nach Rücksprache mit unserer Bedienung nahm ich den Zettel für die Tischreservierung und ging damit ins Wiesn-Büro, wo ich den Umstand kurzerhand erklärte und auch deutlich machte, dass ich den Tisch ab 2020 gerne zusätzlich für unsere Gruppe hätte. Kurzum – ich habe bereits die Bestätigung der Wiesnwirtin, dass wir ab dem kommenden Jahr wieder einen Tisch mehr haben.

Wie üblich müssen wir dann bis 17 Uhr unseren Tisch für die zweite Schicht freigeben. Während es einige in den Innenraum des Löwenbräu verschlug, machten sich andere auf, über die Wiesn zu ziehen oder die „Oide Wiesn“ zu besuchen. Diese befindet sich ebenfalls auf dem Gelände der Theresienwiese. Mit 3 Euro ist man dabei. Auf der „Oide Wiesn“ kommt man sofort in eine andere Zeit. So, wie es wohl vor 50-100 Jahren gewesen sein muss. Auch ein Festzelt gibt es natürlich dort. Augustiner wird in Tonkrügen ausgeschenkt, ein großes Podest in der Mitte des Zeltes lädt zum Tanz ein, und Trachtengruppen führen Volkstänze und den klassischen Schuhplattler vor. Für mich ist die „Oide Wiesn“ mittlerweile ein entschleunigendes Muss.

Am frühen Montagnachmittag ging es dann wieder Richtung Norden. Seit vielen Jahren war es der Deutschen Bahn endlich mal wieder gelungen, das wir sowohl auf der Hin -als auch der Rückfahrt pünktlich am Zielort angekommen sind.

Stand Mitte November habe ich bereits wieder 20 feste Anmeldungen für das nächste Jahr. Wer im nächsten Jahr gerne dabei sein möchte, der gelangt hier zur Anmeldung.

S. Mallée

 

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